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Das “OKANONA Child Care Project” in Swakopmund/Namibia wurde im Jahr 2000 durch Siggy Fraude - einer Deutschen, die seit 1997 in Swakopmund in Namibia lebte, gegründet. “OKANONA” bedeutet “Kind” in der Sprache der Owambo. Die Okanona Kinderhilfe Namibia in Deutschland wurde im März 2001 im Evangelischen und Johanniterkrankenhaus in Selters gegründet, nachdem zwei Schwestern während eines pflegerischen Arbeitseinsatzes in Swakopmund/Namibia im November 2000 das Hilfsprojekt von Siggy Fraude kennen lernten.
Vorrangiges Ziel von Siggy Fraude war der Bau von Kindergärten in der DRC und in Mondesa, um die Kinder auf den Schulbesuch vorzubereiten und alleinstehenden Müttern die Arbeitssuche zu ermöglichen. Mondesa ist der Stadtteil von Swakopmund, in dem fast ausschließlich Schwarze leben.
Das Slumviertel DRC (Democratic Resettlement Community) befindet sich 7 km vom Stadtzentrum Swakopmunds entfernt (ohne öffentliche Verkehrsanbindung). Hier leben ca. 5000 Menschen in Hütten aus Pappkartons, Kunststoff und bestenfalls aus Holz, ohne jedes Abwassersystem oder jeden Stromanschluß. Die Stadtverwaltung von Swakopmund hat Trinkwasseranschlüsse in Abständen von ca. 300 m sowie öffentliche Toiletten installiert.
Durch ihre Arbeit in Mondesa und der DRC kam Siggy Fraude auch in Kontakt mit den Straßenkindern von Swakopmund, die sie immer öfter um Hilfe baten. Diese Kinder von der Straße zu bekommen und ihnen eine Schulausbildung sowie später eine Berufsausbildung zu ermöglichen, wurde zum zweiten Hauptziel des OKANONA Child Care Projects.
Heute werden nicht nur viele Waisenkinder vom Projekt unterstützt sondern auch Kinder von alleinerziehenden Müttern und Kinder aus kinderreichen Familien. Die ersten OKANONA - Patenkinder haben zwischenzeitlich die Schule abgeschlossen und mit der Berufsausbildung begonnen.
Das OKANONA Child Care Project bietet außerdem eine wöchentliche Suppenküche für die Senioren in Mondesa an, in der ca. 60 alte Menschen einmal in der Woche einen warmen Eintopf erhalten. (Siehe Suppenküche).
Des weiteren hilft das OKANONA Child Care Project Kindern und ihren Eltern in speziellen Notsituationen, z.B. wenn eine Familie ihr gesamtes Hab und Gut durch einen Brand verloren hat oder durch die Übernahme von Arztkosten.
Unsere Arbeit hier in Deutschland beinhaltet:
die Vermittlung von Patenschaften für Schulkinder und Auszubildende
mit Spendengeldern unterstützen wir die Finanzierung zum Bau von Kindergärten,deren Einrichtung und Erhaltung. Unterstützung von in Not geratenen Familien.
Unterstützung und Fortführung der wöchentlichen Suppenküche für Senioren.
Bureau of Statistics (CBS) hat im Sommer 2009 die neueste Armutsstatistik herausgegeben. Darin wird festgehalten, dass sich nahezu 60 % der gesamten Bevölkerung kein Maismehl, Getreide, Maisgries, Zucker, Brot und Fleisch kaufen können.
78 % der Bevölkerung kann sich keine frische Milch leisten.
Für 82 % der Menschen ist ein Hühnchen ein Luxus und 75 % können keinen frischen Fisch kaufen.
81 % können sich nicht einmal Fischkonserven leisten.
Auch Gemüse ist für die Namibianer gleichermaßen unerschwinglich.
17 % der Konsumenten können Kartoffeln kaufen und nur 21 % können Zwiebeln für ihre Mahlzeiten erwerben.
Bei nur 18 % stehen Tomaten auf der Einkaufsliste.
Lediglich 14 % der gesamten Bevölkerung haben genügend Geld um sich Fruchtsäfte zu leisten.
Weniger wie die Hälfte aller Haushalte (48 %) haben Geld, um Heizöl für die Essenzubereitung zu kaufen.
Bei nur 35 % der Einwohner befindet sich Reis in den Einkaufstaschen und nur 22 % der Einwohner können Nudeln in ihre Einkaufstüten packen.
Ähnlich ist es bei Kaffee und Tee. 85 % haben kein Geld für Kaffee und 79 % können sich nicht einmal eine Tasse Tee leisten.
Namibia ist gezwungen, viele Lebensmittel zu importieren. Das verteuert die Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung enorm. Das kommt daher, dass Namibia kaum fruchtbares Ackerland besitzt und der Boden zu einem großen Teil aus Sand besteht. Im Osten zu Botswana hin befindet sich die Kalahari Wüste und im Westen, entlag der Küste befindet sich die Namib Wüste.
Die Menschen haben keine Möglichkeit für ihren Lebensunterhalt das Getreide, Gemüse und den Mais selbst anzubauen. Der Boden besteht nur aus Sand. Der Weg zum Atlantik, als Fischlieferant ist ihnen durch die Namib Wüste verwehrt.
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