Suppenküche

Obwohl das Okanona Child Care Project in erster Linie ein Projekt für Kinder und Jugendliche ist, haben wir von Anfang an, d.h. ab dem Jahr 2001, auch eine wöchentliche Suppenküche für die Senioren in Mondesa betrieben. Die alten Menschen in Namibia müssen von einer monatlichen Staatsrente von ca. 2000 N$ = ca. 125 € leben, nachdem sie oft ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Wer nicht das Glück hat, bei seinen Kindern zu wohnen, kann hiervon gerade einmal die Miete für eine einfache, kleine Holzhütte bezahlen und sich den ganzen Monat von Maisbrei ernähren. Für Obst, Gemüse oder gar Fleisch, neue Schuhe oder Kleidung ist dann kein Geld mehr übrig, auch nicht für Medikamente, Seife, etc. In Windhoek ist die Situation aufgrund der weitaus höheren Mieten noch schlimmer. Die wöchentliche Suppe mit Reis oder Nudeln, Gemüse und Fleisch ist für viele von ihnen die einzige vollwertige Mahlzeit in der Woche. 

Bis Oktober 2010 fand unsere Suppenküche bei einer alten Frau zuhause statt, die auch die Suppe kochte und die Ausgabe an die Senioren organisierte. Da es für sie aber aufgrund ihres Alters zunehmend schwieriger wurde, haben wir uns entschieden, unsere Suppenküche gemeinsam mit der städtischen Sozialarbeiterin zu betreiben und auch für andere bedürftige Menschen zu öffnen. So erhalten nun jeden Samstag an die 100 junge und alte Menschen in unserer Suppenküche einen warmen Eintopf und können gleichzeitig hier ihre sozialen Kontakte pflegen. Im Schnitt kommen ca. 30 Senioren oder Behinderte und 70 Kinder. Auch für die Kinder ist es eine besondere Mahlzeit, auf die sie sich die ganze Woche freuen.

Das Okanona Child Care Project ist der Hauptsponsor dieser Suppenküche. Weitere Spenden kommen von einer Metzgerei vor Ort und dem Swakopmund Entertainment Center, das die Suppe unentgeltlich kocht. Gelegentlich spenden auch Supermärkte vor Ort Lebensmittel, die kurz vor dem Verfalldatum stehen. Eine organisierte “Tafel”, so wie in vielen Städten in Deutschland, gibt es in Swakopmund nicht.

Im Winter verteilen wir Decken an die Bedürftigen. In Swakopmund wird es im Winter recht kühl (nachts ca. 7 Grad) und wenn man bedenkt, dass die Hütten und Häuser keine Heizungen haben und nicht gegen die Kälte isoliert sind, dann wird klar, warum man warme Decken benötigt.

Jedes Jahr vor Weihnachten verteilen wir in der Suppenküche zusätzlich Lebensmittelpakete.

 

Der Winter war in 2014 tageweise ziemlich kalt.
Aus diesem Grund spendete Okanona warme Decken  für alte Menschen, die die Suppenküche regelmäßig besuchen.