Die eigentliche medizinische Versorgung (Untersuchungen, Operationen, diagnostische Maßnahmen) ist in Namibia für alle Bürger im Staatshospital kostenlos, es muß jedoch ein geringer Eigenanteil in Höhe von ca. 10 N$ pro Arztbesuch, jeweils zu Beginn einer neuen Behandlung, bezahlt werden. Ebenfalls muß bei einem stationären Aufenthalt ein täglicher Eigenanteil bezahlt werden. Medikamente sind zwar ebenfalls kostenlos, jedoch oft im Staatshospital nicht verfügbar. Für den Patienten bedeutet dies, dass er die Medikamente entweder selbst kauft oder sich damit begnügen muß, dass ein Großteil aller Krankheiten pauschal mit Schmerzmitteln „behandelt“ werden. Die meisten Patienten, die nicht privat versichert und daher auf die Behandlung im Staatshospital angewiesen sind, sind jedoch auch nicht in der Lage, Medikamente selbst zu bezahlen.  

Die private Krankenversicherung ist in Namibia sehr teuer. Oft übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Krankenversicherung, wer jedoch arbeitslos ist, kann sich eine private Krankenversicherung nicht leisten. Dies ist für den Großteil der Bewohner der DRC der Fall. Für sie kommt erschwerend hinzu, dass das Staatskrankenhaus ca. 7 km von der DRC entfernt ist und sie entweder den Weg laufen oder ein Taxi nehmen müssen. Niedergelassene Ärzte gibt es weder in Mondesa noch in der DRC. Für einen einfachen Arztbesuch muß man im Staatshospital den ganzen Tag in der Schlange warten.  

In Mondesa wurde im Stadteil Oletweni in 2013 eine Tagesklinik von der Stadt eröffnet, in der sich die Bewohner nun ihre Medikamente gegen Tuberkulose abholen können oder wo zum Beispiel auch Kinder geimpft werden.

Hierfür brauchen sie nun nicht mehr den weiten Weg zum Staatshospital zurücklegen und auch für die Einwohner der DRC ist diese Tagesklinik zu fuss nur 15 Minuten entfernt.

Seit 2014 gibt es auch in der DRC eine staatliche Tagesklinik. Ganz wichtig für die Erstversorgung der Menschen hier. Auch finden hier Geburtsvorbereitungskurse statt. Die Behandlung ist kostenlos.