Die DRC liegt ca. 2 km von Mondesa, einem Stadtteil Swakopmunds, in dem fast nur Schwarze leben, entfernt. Zum Zeitpunkt der Entstehung der DRC vor ca. 20 Jahren wies lediglich ein Schild darauf hin, dass nach Verlassen von Mondesa noch etwas kam. Von einer Anhöhe aus konnte man dann aber bereits Hunderte von Hütten sehen, die mitten in die Wüste gebaut wurden. Alle 300 Meter gibt es eine Wasserstelle, an der gegen Bezahlung mittels einer Karte, die man immer wieder aufladen kann, Wasser geholt werden kann. Außerdem viele Straßenlaternen und einen Flutlichtmast in der Mitte der DRC. Dies dient vor allem zur Vorbeugung von Kriminalität. Die Hütten selbst haben keinen Wasser- oder Stromanschluß und keine Kanalisation. Die Stadt Swakopmund hat  Trockentoiletten kostenlos auf den Grundstücken der Bewohner installiert.

Die Hütten sind aus allem gebaut, was sich als Baumaterial verwenden lässt: Pappe, Tüten, Holzreste, alte Bleche ... der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Häuser aus Stein dürfen in der DRC nicht gebaut werden. Die DRC sollte anfangs nur vorübergehend bestehen und so sollten auch die Hütten wieder leicht abzureißen sein. Wer sich allerdings leisten kann, ein Haus aus Steinen zu bauen, wird dies ohnehin nicht in der DRC tun, sondern in einem Stadtteil, in dem man auch einen Wasser- und Stromanschluß haben kann.

In den vergangenen Jahren hat sich Swakopmund so vergrößert, dass nun zwischen der DRC und Mondesa neue Wohngebiete entstanden sind. Zwischen Mondesa der DRC wurde ebenfalls eine Grundschule (bis zur 7. Klasse) errichtet, so dass zumindest die kleineren Kinder in der DRC nun nur noch ca. 10 min zur Schule laufen müssen (vorher waren es ca. 4 km bis zur nächsten Grundschule).

Mit der Erschließung der DRC wurde Ende 2013 begonnen. Die DRC soll ein formeller Stadtteil werden, d.h. die Grundstücke werden erschlossen und haben dann Wasseranschlüsse und Strom. Mit der Verlegung der Kanalisation in der DRC hat die Stadtverwaltung Swakopmund in 2017 begonnen.

Für diese Dienstleistungen müssen die Bewohner natürlich monatliche Gebühren an die Stadtverwaltung entrichten, die allerdings niedriger sein werden als in den anderen Stadtteilen. Die Menschen, die sich das nicht leisten können, werden in einen neuen informellen Stadtteil (der noch nicht ausgewiesen ist) umgesiedelt. Die Meinung der bisherigen Bewohner der DRC zu der Formalisierung und Erschließung ist daher gespalten. Die Einen haben dafür gekämpft und demonstriert und die Anderen sind dagegen.


 

 

 

 

Eine liebevoll angelegte grüne Oase in der DRC

 

Obststand in Mondesa