Die hygienischen Verhältnisse in der DRC

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In der DRC gibt es lediglich ca. alle 300 m eine Wasserstelle, an der die Bewohner mittels einer gegen Bezahlung erworbenen Karte Wasser zapfen können. Dies hat erstens zur Folge, dass die Bewohner mangels Geld zum Teil kaum Wasser zum Waschen haben -  es sei denn sie treten mit großen Kanistern ausgestattet den ca. 2 km weiten Weg zum Friedhof an, wo es zur Zeit noch kostenlos Wasser gibt. Außerdem füllen sich die Bewohner das Wasser in große Kanister, die dann den ganzen Tag bzw. zum Teil mehrere Tage neben der Hütte in der Hitze stehen. Dies ist natürlich eine ideale Brutstätte für Keime, so dass insbesondere viele Kinder und ältere Menschen oft unter Durchfall leiden.

In 2004 hat die Stadt Swakopmund außerdem endlich mit der Installation von belüfteten Trockentoiletten in der DRC begonnen. Insgesamt 500 Toiletten sollen auf den Grundstücken der Bewohner errichtet werden, die dies bei der Stadt beantragen müssen und dann auch für das Sauberhalten der Toiletten verantwortlich sind. Bisher ist die geplante Anzahl von 500 Toiletten allerdings mangels Anträgen bei weitem noch nicht erreicht. Die bisher errichteten Toiletten sind zum Teil in einem verheerenden Zustand, vor allem wenn auch die Nachbarfamilien die Toiletten mitbenutzen und sich niemand verantwortlich fühlt. Einige der Toilettenhäuschen sind abgeschlossen, so dass nicht jeder Zugang hat. Dies ist im Sinne der Hygiene sicher von Nutzen.

Die Müllabfuhr kommt 3mal in der Woche in die DRC, öfter als in jeden anderen Stadtteil Swakopmunds. Trotzdem liegenrundum die Müllcontainer ständig Berge von Müll und auch abseits der Müllcontainer türmt sich der Müll in anderen Strassen.