Das “OKANONA Child Care Project” in Swakopmund/Namibia wurde im Jahr 2000 durch Siggy Fraude - einer Deutschen, die seit 1997 in Swakopmund in Namibia lebte, gegründet. “OKANONA” bedeutet “Kind” in der Sprache der Owambo.

Die Okanona Kinderhilfe Namibia in Deutschland wurde im März 2001 im Evangelischen und Johanniterkrankenhaus in Selters gegründet, nachdem zwei Schwestern während eines pflegerischen Arbeitseinsatzes in Swakopmund/Namibia im November 2000 das Hilfsprojekt von Siggy Fraude kennen lernten. Seit 2017 ist die Okanona Kinderhilfe Namibia ein eingetragener Verein.

Vorrangiges Ziel von Siggy Fraude war der Bau von Kindergärten in der DRC und in Mondesa, um die Kinder auf den Schulbesuch vorzubereiten und alleinstehenden Müttern die Arbeitssuche zu ermöglichen. Mondesa ist der Stadtteil von Swakopmund, in dem fast ausschließlich Schwarze leben.

Das Slumviertel DRC (Democratic Resettlement Community) befindet sich 7 km vom Stadtzentrum Swakopmunds entfernt (ohne öffentliche Verkehrsanbindung). Hier leben ca. 8000 Menschen in Hütten aus Pappkartons, Kunststoff und bestenfalls aus Holz, ohne jedes Abwassersystem oder jeden Stromanschluss. Die Stadtverwaltung von Swakopmund hat Trinkwasseranschlüsse in Abständen von ca. 300 m sowie öffentliche Toiletten installiert. Mit der Erschließung der DRC wurde Ende 2013 begonnen. Die DRC soll in den kommenden Jahren ein formeller Stadtteil werden. Dann darf dort auch mit Stein gebaut werden. In 2017 wurde nun endlich damit begonnen, die Kanalisation zu verlegen.

 
Durch ihre Arbeit in Mondesa und der DRC kam Siggy Fraude auch in Kontakt mit den Straßenkindern von Swakopmund, die sie immer öfter um Hilfe baten. Diese Kinder von der Straße zu bekommen und ihnen eine Schulausbildung sowie später eine Berufsausbildung zu ermöglichen, wurde zum zweiten Hauptziel des OKANONA Child Care Projects.

Heute werden nicht nur viele Waisenkinder vom Projekt unterstützt sondern auch Kinder von alleinerziehenden Müttern und Kinder aus kinderreichen Familien. Die ersten OKANONA - Patenkinder haben zwischenzeitlich die Schule und eine Berufsausbildung, bzw. ein Studium abgeschlossen.

Da in Namibia kein Schulgeld mehr gezahlt werden muss, vermittelt das Okanona Project keine neuen Patenschaften mehr.

Paten, die ihre Patenkinder weiterhin unterstützen möchten, können dies selbstverständlich tun.

Wir haben uns sehr lange überlegt, welche Projekte wir sinnvoll unterstützen können.

Wir unterstützen 5 Kindergärten, die mit unserer Hilfe gebaut wurden, 

Wir unterstützen Schulen, wie die Hanganeni Primary School und die Coastal High School. Dies sind  Schulen, in denen die Mehrzahl der Schüler aus ärmsten Verhältnissen kommen.

Wir unterstützen die wöchentliche Suppenküche für Bedürftige.

Bitte lesen Sie unter den jeweiligen Rubriken, wie unsere Hilfe aussieht.


Des weiteren hilft das OKANONA Child Care Project Kindern und ihren Eltern in speziellen Notsituationen, z.B. wenn eine Familie ihr gesamtes Hab und Gut durch einen Brand verloren hat oder durch die Übernahme von Arztkosten.

Bureau of Statistics (CBS) hat im Sommer 2009  eine Armutsstatistik herausgegeben. Darin wird festgehalten, dass sich nahezu 60 % der gesamten Bevölkerung kein Maismehl, Getreide, Maisgries, Zucker, Brot und Fleisch kaufen können. Ab 2010 sind die Preise für die Lebenshaltungskosten permanent gestiegen.

78 % der Bevölkerung kann sich keine frische Milch leisten.

Für 82 % der Menschen ist ein Hühnchen ein Luxus und 75 % können keinen frischen Fisch kaufen.

81 % können sich nicht einmal Fischkonserven leisten.

Auch Gemüse ist für die Namibianer gleichermaßen unerschwinglich.

17 % der Konsumenten können Kartoffeln kaufen und nur 21 % können Zwiebeln für ihre Mahlzeiten erwerben.

Bei nur 18 % stehen Tomaten auf der Einkaufsliste.

Lediglich 14 % der gesamten Bevölkerung haben genügend Geld um sich Fruchtsäfte zu leisten.

Weniger als die Hälfte aller Haushalte (48 %) haben Geld, um Brennstoff für die Essenzubereitung zu kaufen.

Bei nur 35 % der Einwohner befindet sich Reis in den Einkaufstaschen und  nur 22 % der Einwohner können Nudeln in ihre Einkaufstüten packen.

Ähnlich ist es bei Kaffee und Tee. 85 % haben kein Geld für Kaffee und 79 % können sich nicht einmal eine Tasse Tee leisten.

Namibia ist gezwungen, viele Lebensmittel zu importieren. Das verteuert die Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung enorm. Das kommt daher, dass Namibia wenig fruchtbares Ackerland besitzt und der Boden zum Teil aus Sand besteht. Im Osten zu Botswana hin befindet sich die Kalahari Wüste und im Westen, entlang der Küste befindet sich die Namib Wüste.

Viele Menschen  haben keine Möglichkeit für ihren Lebensunterhalt das Getreide, Gemüse und den Mais selbst anzubauen, da in vielen Teilen von Namibia der Boden nur aus Sand besteht und es so gut wie nicht regnet. Der Weg zum Atlantik, als Fischlieferant ist ihnen durch die Namib Wüste verwehrt.