Okanona Kinderhilfe Namibia feierte Jubiläum. In den 10 Jahren wurden 220.000 Euro gesammelt!

Die Okanona Kinderhilfe Namibia feierte in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Evangelischen und Johanniter-Krankenhauses Dierdorf/Selters. In den vergangenen 10 Jahren konnten 220.000 Euro gesammelt werden. "Alle Spendengelder gehen eins zu eins nach Namibia, es werden keine Verwaltungskosten abgezogen", betonte Erwin Reuhl, Geschäftsführer des Krankenhauses, in seiner Rede bei der Jubiläumsfeier, die jüngst in Dierdorf stattfand. Mit der Okanona-Kinderhilfe Namibia werden verschiedene Projekte unterstützt, wie der Bau oder die Renovierung von Kindergärten, Kindern eine Schul- oder Berufsausbildung ermöglichen, Waisenkinder in Heime unterbringen und vieles mehr. Aktuell zählt die Kinderhilfe 27 Mitglieder und 60 Paten, es werden 40 Patenkinder unterstützt. Einige der gebauten Kindergärten arbeiten inzwischen selbstständig. Ein Ziel des Hilfsprojektes ist die Hilfe zur Selbsthilfe. "Wir hätten bei der Gründung nie gedacht, dass wir so viel erreichen können. Auch schon kleine Spenden helfen", fasst Sabine Märtens, 1. Vorsitzende der Okanona Kinderhilfe Namibia, die Arbeit zusammen. sie selbst war im Jahr 2000 während eines Arbeitsaufenthaltes in Namibis und lernte dort Siggy Fraude (2009 verst.) kennen, die Gründerin des Okanona Child-Care-Project-Namibia. Seit ihrem Tod führt Annette Louw das Projekt vor Ort. Musikalische Beiträge während der Jubiläumsfeier lieferten das Orchester für Erwachsene der Musikschule Neuwied, sowie der Limburger Gospelchor. Verschiedene Gäste berichteten von ihrer Unterstützung, wie z.B. die Dierdorfer Pfarrerin Birgit Otto. Die Evangelische Kirchengemeinde unterstützt seit Jahren einen ev. Kindergarten in Swakopmund. Günther Schöpping (Westerwälder  Vocalisten) erzählte aus Sicht eines Paten von der regelmäßigen Berichterstattung übe die Entwicklung des Patenkindes. Das Projekt finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Patenschaften und freie Spenden. Interessierte sind bei den regelmäßig in Selters stattfindenden Sitzungen jederzeit willkommen. Mehr Informationen unter www.okanona.de, Bankverbindung: Nassausische Sparkasse Selters, BLZ 510 500 15, Konto Nr. 762 071 487

 Orchester der Musikschule Neuwied

Pfarrerin Frau Birgit Otto

Herr  Günther Schöpping

Limburger Gospelchor

Bilderwand

Verkaufsstand

Mit vollgepackten Koffern starteten Sabine Märtens und ich zu unserem Flug nach Swakopmund.

Die Air Namibia - Büro Frankfurt - hatte uns auf Anfrage 20 Kilo Übergepäck erlaubt, ohne dass ein Aufschlag zu zahlen war.   Dafür möchten wir uns herzlich bedanken !

So hatten wir genügend Platz um die gesamte Post und Geschenke an die Patenkinder, aber auch die Kleiderspenden und andere Hilfsgüter mitzunehmen.

Gemeinsam mit Annette Louw besuchten wir die DRC und die einzelnen Einrichtungen, und konnten fast alle Kinder und Erwachsenen, die von OKANONA betreut werden, antreffen.

Im Hostel der Marienschwestern freuten sich die Mädchen über die mitgebrachten Kleidungsstücke. Den Ordensschwestern übergaben wir Inkontinenzauflagen, damit die Kinder, die nachts einnässen, morgens nicht mehr gezwungen sind, ihre Matratze im Hof zum Trocknen aufzustellen.

Mit den Jungen, die im Hostel der Swakopmunder Secondary School untergebracht sind, konnten wir uns über deren Berufspläne unterhalten. sie freuten sich über unseren Besuch und waren erstaunt - dass wir schon so lange vom fernen Deutschland aus - Kontakt zu ihnen halten und sie unterstützen. Für uns tauchte hier auch wieder die Frage nach der Finanzierbarkeit der Ausbildung dieser Jugendlichen auf, wenn in Namibia eine Ausbildung jährlich zwischen 1.800 € (für Handwerker) und über 5.000 € für Studenten kostet. Offiziell gibt es in Namibia ein Government Loan (ähnl. Bafög). Scheitern kann diese Beantragung schon an fehlenden Formularen. So aktuell geschehen bei unserem Patenkind Rudolph, der nach der Einschreibung zu einem Ingenieurstudium diese staatliche Unterstützung beantragen wollte. Man schickte ihn weg, weil es - angeblich - keine Antragsformulare mehr gäbe. er sollte es im nächsten Jahr wieder versuchen. Glückerlicherweise wird seine Patin die jährlichen Studienkosten übernehmen. Ohne ihre Zusage hätte er sein Studium nicht beginnen können.

Als weiterer Punkt standen die Schulen auf unserem Programm. Zunächst besuchten wir die Coastal High School (ehemals Hermann Gmeiner Schule), nachdem Annette einen Hilferuf eines Jungen erhalten hatte. Dieser war der Meinung, dass sein Schulgeld nicht bezahlt sei und er alsbald die Schule verlassen müsse. Glücklicherweise konnte Annette mithilfe der Schulsektretärin dieses Missverständnis schnell auflösen, so dass wir uns von einem sichtlich erleichterten Jungen verabschieden konnten.

Die Hanganeni School besuchten wir gemeinsam mit dem Ehepaar v. Wietersheim (Swakopmunder Buchhandlung) die dort eine Spende überbrachten. Hier konnten wir während der Pause mit einigen Kindern sprechen.

Immer wieder beobachten wir mit großer Freude, wie gut sich die Kinder entwickeln. Die meisten kennen wir nun schon seit dem Kindergartenalter. Wir haben Hochachtung vor diesen Kindern, die täglich die Anforderungen der Schule mit allem was damit zusammenhängt, selbstständig meistern.

Ebenso besuchten wir den Twahangana und den Immanuel Kindergarten im Stadtteil Mondesa und die Kindergärten von Luana und Margret in der DRC und Oletwetu.

Luana kann jetzt in einem angebauten Raum Babys unterbringen.

Margret erhielt nun im Neubaugebiet Oletwetu einen Bauplatz zugewiesen und ihr Mann hat dort ein Haus errichtet. Die Familie haust nun in dem Rohbau. Die ursprüngliche Kindergartenhütte lehnt nun an dem Rohbau an und wird weiter als Kindergarten genutzt.

Alle Kindergärten sind sehr gut besucht und sind auch baulich in einem guten Zustand.

Unser nächster Besuch  galt dem Mahetago Center. Hier erhalten  Jugendliche und Erwachsene in Kursen eine Ausbildung, die sonst auf der Straße geblieben und keine Verdienstmöglichkeiten hätten.

Zur großen Freude der Klasse der Schneiderinnen übergab die Familie v. Wietersheim zwei Nähmaschinen mit Zubehör. Weiter konnten wir eine Schreinergruppe bei ihren Werkstücken erleben. U. a. wird auch in diesem Center Computering angeboten.

In den 10 Jahren, in denen unser Projekt besteht, hat sich Swakopmund sehr erweitert. Die umliegenden Minen ziehen viele Menschen an und auch der Tourismus ist stark geworden.

Aber auch die DRC (Slum) ist sehr stark angewachsen.

Die Preise für Lebensmittel und andere Konsumgüter sind sehr in die Höhe geschnellt. Die Patenschaftsgebühren können diese Kosten nicht mehr decken.

Um diesem Anstieg entgegenzuwirken werden sich für neue Patenschaften daher künftig die Schulgebühren von 120,00 € auf 180,00 € und für die Heimkosten von 120,00 € auf 140,00 im Jahr erhöhen müssen.

Aber man kann auch eine Positive Entwicklung für manchen Menschen aus dem Slum feststellen. So sind einige inzwischen in der Lage, ein Haus - wenn auch nur ein kleines - im Neubaugebiet zu bauen. Sie haben Arbeit und sind heimisch geworden. Ihre Kinder können zur Schule gehen und erhalten vielleicht die Möglichkeit einer Berufsausbildung.

Diese Entwicklung merken wir auch daran, dass in den letzten Jahren keines "unserer" Kinder plötzlich aus der Schule genommen wurde und die Familie aus der Stadt wegzog.

Mit vielen guten Eindrücken sind wir von dort zurückgekehrt.


Sabine Märtens und Ursula Reuhl

 

Liebe Leser unserer Hompage,

wir suchen noch dringend Patenschaften für Schulkinder und auszubildende Jugendliche. Wenn Sie interessiert sind, dann setzen Sie sich mit Frau Reuhl, Frau Märtens oder Frau Louw in Verbindung.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit vielen guten Eindrücken kehrten im März 2010 drei Mitglieder unseres Hilfsprojektes aus Namibia zurück.

Die Kindergärten sind alle gut besucht - und trotz unterschiedlicher Voraussetzungen - erhalten die Kinder ein adäquate Vorbereitung für die Schule. Bei den einzelnen Aktivitäten waren die Kinder mit großem Eifer dabei.

Seit kurzem gibt es Kurse, für die schon seit langem praktisch arbeitende Kindergärtnerinnen ohne Ausbildung, um so doch einen Abschluss zu bekommen. . Dies wollen wir einer Mitarbeiterin im Twahangana Kindergarten durch Finanzierung eines solchen Kurses ermöglichen.

Auf dem Programm stand auch der Besuch der Altenküche. Annette Louw hatte die Lebensmittel geliefert. Oma Hildgard bereitete gemeinsam mit ihrer Tochter das Essen für die Senioren vor. Sie will dies solange tun, so es ihre Kräfte zulassen.

Im Hostel der Herz-Jesu-Schwestern konnten wir einige Patenkinder treffen. Zu ihrer großen Freude konnten wir Kleidung und Geschenke von einzelnen Paten übergeben.

Im Hostel der Namib Hogh School besuchten wir die älteren Jungen, wie Amos, Timo, Paulus und andere, um Grüße und Geschenke der Paten zu überbringen.

Ein besonderes Ereignis für alle Beteiligten war jedoch die Scheckübergabe in der Hanganeni School in der Nähe des Sulm gelegen. Um der Schulraumnot zu begegnen, ermöglichte unser Hilfprojekt den Bau eines weiteren Klassenraumes und stiftete dafür 10.000 €

An der Feierstunde nahm die gesamte Schule teil. Nach dem Singen der Schul- und der Nationalhymne gab es Vorführungen der einzelnen  Klassen. Die Schulleiterin, Mrs. Kadila und weitere Lehrer bedankten sich bei uns für die kontinuierliche Unterstützung schon seit Entstehung der Schule. Im Anschluss darun gab es einen kleinen Imbiss und für die Kinder schulfrei.

Dieser Aufenthalt in Namibia hat uns wieder bestätigt, wie wichtig es ist, Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. In vielfältigen Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen spürten wir, dass es kleine positive Zeichen einer Entwicklung zum Besseren gibt. Dies bestärkt uns, in unserer Hilfe fortzufahren.


Ursula Reuhl

Mit vielen guten Eindrücken kehrten im März 2010 drei Mitglieder unseres Hilfsprojektes aus Namibia zurück.

Die Kindergärten sind alle gut besucht - und trotz unterschiedlicher Voraussetzungen - erhalten die Kinder ein adäquate Vorbereitung für die Schule. Bei den einzelnen Aktivitäten waren die Kinder mit großem Eifer dabei.

Seit kurzem gibt es Kurse, für die schon seit langem praktisch arbeitende Kindergärtnerinnen ohne Ausbildung, um so doch einen Abschluss zu bekommen. . Dies wollen wir einer Mitarbeiterin im Twahangana Kindergarten durch Finanzierung eines solchen Kurses ermöglichen.

Auf dem Programm stand auch der Besuch der Altenküche. Annette Louw hatte die Lebensmittel geliefert. Oma Hildgard bereitete gemeinsam mit ihrer Tochter das Essen für die Senioren vor. Sie will dies solange tun, so es ihre Kräfte zulassen.

Im Hostel der Herz-Jesu-Schwestern konnten wir einige Patenkinder treffen. Zu ihrer großen Freude konnten wir Kleidung und Geschenke von einzelnen Paten übergeben.

Im Hostel der Namib Hogh School besuchten wir die älteren Jungen, wie Amos, Timo, Paulus und andere, um Grüße und Geschenke der Paten zu überbringen.

Ein besonderes Ereignis für alle Beteiligten war jedoch die Scheckübergabe in der Hanganeni School in der Nähe des Sulm gelegen. Um der Schulraumnot zu begegnen, ermöglichte unser Hilfprojekt den Bau eines weiteren Klassenraumes und stiftete dafür 10.000 €

An der Feierstunde nahm die gesamte Schule teil. Nach dem Singen der Schul- und der Nationalhymne gab es Vorführungen der einzelnen  Klassen. Die Schulleiterin, Mrs. Kadila und weitere Lehrer bedankten sich bei uns für die kontinuierliche Unterstützung schon seit Entstehung der Schule. Im Anschluss darun gab es einen kleinen Imbiss und für die Kinder schulfrei.

Dieser Aufenthalt in Namibia hat uns wieder bestätigt, wie wichtig es ist, Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. In vielfältigen Begegnungen mit Kindern und Erwachsenen spürten wir, dass es kleine positive Zeichen einer Entwicklung zum Besseren gibt. Dies bestärkt uns, in unserer Hilfe fortzufahren.


Ursula Reuhl